Burgblickhotel: Großstadtflair in Bernkastel-Kues

Im Burgblickhotel in Bernkastel-Kues schläft man in Zimmern, die man so meist in Großstädten sieht. Gut essen und trinken lässt es sich dort auch.

Mosel, Bernkastel-Kues, Burgblickhotel, Eigentümer Ralf Horstmann

Ralf Horstmann an der Rezeption im Burgblickhotel.

Die Mosel ist eine der ältesten Tourismusgegenden Deutschlands. Und viele sagen: das merkt man. Von müffigem Charme ist die Rede, man munkelt von Eiche rustikal. Und das in einem der schönsten Weinanbaugebiete der Erde.

Ausgerechnet. Das dachte auch Ralf Horstmann und beschloss, alles ganz anders zu machen. Deshalb nahm er, wie man so sagt, Geld in die Hand, und kaufte den Betrieb seiner Schwiegereltern in Kues, gegenüber von Bernkastel. Eine Art Kegelclub-Pension. Mitsamt Metzgerei und Restaurant.

Mosel, Bernkastel-Kues, Burgblickhotel, Einrichtung

Frühstücken auf lila Sofas und Kuhfellen.

Damit sattelte der Wahl-Moselaner beruflich um und ging unter die Gastronomen. Heute gehört er zu den Pionieren zwischen Koblenz und Trier, die sich entschieden, den altbackenen Eiche-Krempel auf den Sperrmüll zu werfen.

Allerdings braucht jemand wie Ralf Horstmann keinen Innenarchitekten, um ein geschmackvolles Ambiente zu schaffen. Dass der Gastgeber ursprünglich aus der Modebranche stammt, kann man in seinem Burgblickhotel gut sehen.

Mosel, Bernkastel-Kues, Burgblickhotel, Doppelzimmer

Schlafen mit Burgblick.

Lange Zeit führte der Wahl-Moselaner in der Kölner Ehrenstraße einen Laden. Nun setzt er an der Mosel auf einen minimalistischen Stil: Die Zimmer des Hotels überzeugen mit klarer Linie und dezenten Farben.

Im Frühstücksraum liegen Kuhfelle statt Teppiche auf dem Boden. Dazu Regale voller Wein bis unter die Decke, lilafarbene Bänke, hier Leder, dort gemütliches Holz.

Schlafen mit Stil im Burgblickhotel

Herausgekommen ist ein stilvolles Boutique-Hotel – aber ohne abgehobenes Luxus-Design. Dafür eingerichtet mit pfiffigen Ideen und gutem Geschmack.

Mosel, Bernkastel-Kues, Burgblickhotel, Frühstücksraum

Der Frühstücksraum im Burgblickhotel.

Tatsächlich scheint die Welt auf solch ein Haus gewartet zu haben. Längst rennt die Kundschaft Ralf Horstmann die Bude ein. Immerhin schwärmen die Gäste in Bewertungsportalen vom freundlichen Service und dem erstklassigen Frühstücksbuffet.

Dass ein solches Publikum in Bernkastel-Kues auch gerne ein gutes Glas Riesling trinkt, ist eigentlich keine Frage. Doch weil es bislang weit und breit keine Wein-Bar gab, die den Vorstellungen von Ralf Horstmann entsprach, legte er vor einigen Jahren nach und renovierte die ehemalige Metzgerei.

Mosel, Bernkastel-Kues, Burgblickhotel, Weinbar

Aus der alten Metzgerei wurde eine schicke Weinbar.

Wo früher Wurst und Gulasch über die Theke gingen, werden jetzt vor frei gelegtem Mauerwerk Riesling & Co ausgeschenkt. Auf den Etiketten liest man bekannte Namen wie Dr. Loosen oder Sybille Kuntz, ebenso wie Günther Steinmetz oder Axel Pauly aus Lieser. In den Wein-Regalen versammeln sich alt eingesessene Güter und ambitionierte Aufsteiger der Mittelmosel.

Ein neues Restaurant für Bernkastel-Kues

Inzwischen kann man im Burgblickhotel auch gut essen. Denn der kleine Anbau wurde in ein Restaurant umfunktioniert. Aus dem ehemaligen Schlachthaus wurde das Restaurant Ochs.

Mosel, Bernkastel-Kues, Burgblickhotel, Restaurant Ochs.

Klein und fein: Das Restaurant Ochs.

Auch hier präsentieren sich in deckenhohen Regalen rote und weiße Tropfen von den Moselhängen. Das kulinarische Konzept: „Landhausküche mit mediterranem Einfluss“.

Auf Schachbrettboden wird an Holztischen zum Beispiel Riesling-Kräutersuppe kredenzt. Wem das nicht reicht, der kann sich Entrecote von heimischen Wiesen servieren lassen. Und als süßer Abgang bietet sich – unter anderem – Panna Cotta mit Waldbeeren an. 

Als Hommage an die Schwiegermutter steht ‚Ritas Wurstsalat‘ auf der Karte. Denn der war schließlich schon in der alten Metzgerei ein Renner.

 

Hier geht es zum Burgblickhotel:

Burgblickhotel-Fassade


Goethestraße 29
54470 Bernkastel-Kues
Tel. 06531/9722770

 

Euch gefällt dieser Beitrag? Dann teilt ihn bitte – und folgt mir auf meiner Facebookseite!