Museum gesucht? Guck mal, da staunste!

Murmeln oder Bierdeckel sammeln kann jeder. Die Moselaner sind verrückt nach Traktoren und Buddhas, sanieren geheime Bunker oder meißeln Köpfe aus Sandstein heraus. In diesen Museen und Ausstellungen zeigen sie ihre Schätze. 

 

Mittelmoselmuseum in Traben-Trarbach

Im Mittelmosel-Museum kann man etwas erleben, woran Wissenschaftler vergeblich tüfteln: Auf Zeitreise ins 18. und 19. Jahrhundert gehen. Denn in über 20 Zimmern wird gezeigt, wie die wohlhabende Familie Böcking damals lebte.

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Speisesaal in der Villa Böcking

Doch nicht nur das. Denn das Haus bewahrt das immense Lebenswerk des Sammlers Ernst Willen Spies (1898 – 1975). Von Möbeln über Fundstücke aus der Keltenzeit bis zu Hausrat und Kunst ist alles vertreten. Sogar Originalpläne der Festung Mont-Royal hat der Museumsgründer aufgetrieben.

Der Skulpturengarten in Traben-Trarbach

Huch, was ist denn das? An der Schottstraße in Traben-Trarbach steht eine steinerne Hand. Wer dem ausgestrecktem Zeigefinger folgt, gelangt in den Skulpturengarten von Jürgen Waxweiler. Ein Kleinod, das unbedingt entdeckt werden will.

Jürgen Waxweiler, Bildhauer, Traben-Trarbach

Der Bildhauer Jürgen Waxweiler im Skulpturengarten.

Denn der Bildhauer ist Spezialist für wundersame Köpfe. Bei seiner Arbeit lässt er die Häupter tierischer Gestalten ebenso wie Halbgötter entstehen. Dann steht man davor und fragt sich, wie dieser Mann es nur schafft, so fantasievolle Skulpturen aus Sandstein heraus zu meißeln. 

Kaffeemühlen-Sammlung in Beilstein

Üblicherweise werden in Museen Dinge gesammelt und für die Zukunft bewahrt. Insofern hat das Café Klapperburg, das die Konditorin Elke Götz in Beilstein betreibt, durchaus musealen Charakter.

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Natürlich gibt’s fabelhafte Torten. Doch erstaunlich ist die riesige Kaffeemühlen-Kollektion, die Gertrud Ostermann, die Mutter der Wirtin, gesammelt hat. Im Gastraum stehen über 500 Geräte in Regalen. Von 1724 stammt die älteste Mühle, die winzigste findet in einer Puppenstuben Platz.

Krippenmuseum in Klüsserath

Was für eine Leidenschaft Krippen sein können, zeigt dieses bemerkenswerte Museum in Klüsserath. Denn in einem restaurierten Winzerhaus hat der Verein Klüsserather Krippenfreunde eine Schau eingerichtet, an der man sich nicht sehen kann.

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Im Krippenmuseum Klüsserath weihnachtet es auch im Juli.

Rund 90 kreative Krippen werden gezeigt. Viele davon von den Klüsserather Männer und Frauen gefertigt. Man staunt über pittoreske Mosellandschaften und das Lächeln in den Gesichtern der filigranen Figuren. Es ist dieser Reichtum an Details, der dieses Museum zu jeder Jahreszeit sehenswert macht.

Moselland Museum in Ernst

Die Familie Pollmann in Ernst ist verrückt nach alten Traktoren. Hinzu kommt die Liebe für Dinge aus der guten alten Zeit. Was mit 28 Traktoren begann, ist inzwischen zu einem Museum geworden.

Sagenhaft, was Franz-Josef und Philipp Pollmann auf die Beine gestellt haben. Auf vier Etagen kann man in ihrem Moselland Museum sehen, wie die Menschen an der Mosel in den 50er und 60er Jahren gelebt und gearbeitet haben.

Da ist ein Klassenzimmer, ein Weinkeller, aber auch eine originalgetreue gute Stube aufgebaut. Und wer schon immer mal selber einen Trecker steuern wollte, darf das auch. 

Weinmuseum Schlagkamp-Desoye

In einer Region, wo sich seit Generation alles um den Wein dreht, ist die Dichte an entsprechenden Museen natürlich hoch. Doch ein Geheimtipp ist immer noch das Weinmuseum Schlagkamp-Destoye. Mit einer Ausstellung, die sich kein Mensch ausdenken kann.

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Festsaal im Weinmuseum

Da ist zum einen der historische Weinkeller des Hauses. Doch die Hauptattraktion versteckt sich im 100 Jahren alten Festsaal. Zu sehen sind Hämmer und Hämmerchen, Äxte und Äxtchen, Sägen und Sägchen. Eine nahezu unglaubliche Sammlung von Winzergerätschaften und Küferwerkzeugen ziert die Wände. Über 10.000 Exponate hat der Senior Dieter Schlagkamp in 40 Jahren zusammengetragen.

Buddha-Museum in Traben-Trarbach

Das ist eine Ausstellung, die man entspannter verlässt, als man sie betreten hat. Denn das Museum in Traben-Trarbach steht ganz im Zeichen des Begründers der buddhistischen Lehre Siddharta Gautama. 

Buddha-Museum, Traben-Trarbach

Im Buddha-Museum.

Der Traben-Trarbacher Unternehmer Wolfgang Preuß hat eine alte Jugendstil-Weinkellerei im Jahr 2000 gekauft, behutsam saniert und erweitert. Jetzt steht auf 4.000 Quadratmetern seine private, gigantische Buddha-Sammlung.

Rund 2000 wertvolle Exponate aus 23 Jahrhunderten sind zu sehen. Von der winzigsten, vier Millimeter großen Buddha-Statue der Welt bis hin zur 3,80 Meter großen Bronzefigur.

Bundesbank Bunker in Cochem

Der Bundesbank-Bunker in Cochem gehörte zu den geheimsten Orten im Kalten Krieg. Fast drei Jahrzehnte lang haben die Banker in der unterirdischen Festung ein Milliarden-Vermögen versteckt.

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Der Tresor im Bundesbank Bunker in Cochem

Dass man dieses Denkmal heute besichtigen kann, ist dem Engagement von Manfred und Petra Reuter aus Treis-Karden zu verdanken.

Denn das Unternehmer-Paar hat den Bunker gekauft, um daraus ein einzigartiges Museum zu machen. ⇒weiterlesen

Zylinderhaus in Bernkastel-Kues

Das wohl größte Oldtimer-Museum der Welt ist Kuba. Die coolen Kutschen schieben ihre Haifischflossen um nahezu jede Ecke. Doch inzwischen muss niemand mehr bis nach Havanna fliegen, um alte Schätzchen zuhauf zu sehen. 

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Oldtimer im Zylinderhaus

Denn in Bernkastel-Kues hat der Autonarr und Unternehmer Bernd Benninghoven das Zylinderhaus ans Moselufer gesetzt.

Über 120 Old- und Youngtimer funkeln in der stylischen Halle. Von Borgward-Isabella bis hin zu Kult-Karossen der 70er-Jahre ist alles zu sehen. Sogar knuffelige Isettas und Goggomobile finden in dem Museum ihren Platz.

 

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