Romantisch und verwunschen: An diesen Orten werden Märchen wahr

An der Mosel gibt es Orte, die fast zu schön sind, um wahr zu sein. Doch all diese Orte gibt es wirklich. Das Moseltal lädt ein zu einer romantischen Reise, die in Märchenwelten entführt: Mit dem Auto, dem Fahrrad oder in Siebenmeilenstiefeln 

Märchenhafte Orte, Mosel, Alte Mühle Höreth, Kobern-Gondorf

Die Alte Mühle Höreth in Kobern-Gondorf

Wie sieht’s denn hier aus? Man wähnt sich in einem Märchen, doch alles ist echt. Zweifelsohne gehört die Alte Mühle Höreth in jenes Schatzkästchen mit den Schmuckstücken der Region. Sie versteckt sich in einem engen Sträßchen in Kobern-Gondorf, das zur magischen Matthiaskapelle führt. 

Dass wir diesen zauberhaften Ort heute überhaupt noch besuchen können, ist dem leidenschaftlichen Engagement von Thomas und Gudrun Höreth zu verdanken. Denn das Paar rettete das verwunschene Anwesen vor dem Verfall. Die alte Mühle hat fast 1000 Jahre auf dem Buckel.

Inzwischen betreiben die Höreths darin ein Weingut, ein romantisches Hotel und ein feines Restaurant. Aus einer Ruine ist ein Glanzlicht für Romantiker an der Mosel geworden.

Der Zauberwald bei Ürzig

Ohnehin war der Wald für Romantiker noch nie nur eine Ansammlung von Bäumen. Doch wer in Ürzig mutig in die enge Altenbergstraße einbiegt und den steilen Berg immer weiter hinauf fährt, landet in einer grimmschen Märchenwelt. 

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Verwunschener Hohlweg in Ürzig

Erstaunlich, was so alles von Felswänden herabwachsen kann. Efeuranken und Farne säumen einen nahezu unwirklich erscheinenden Hohlweg, der durch einen Zauberwald führt.

Wer weiß, welche mystische Gestalten und Fabelwesen sich hier wohl im Wurzelwerk verstecken. Solche Orte dienen zu recht als Schauplätze vieler Märchen und Legenden. 

Romantische Kuss-Nische

Einer dieser Orte ist auch der steile Felsen, der seit über 850 Jahren die Ehrenburg trägt. Denn der Sage nach traf dort einst ein Ritter auf ein nettes Fräulein, die sich beide auf der Stelle unsterblich ineinander verliebten.

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Die Ehrenburg beherbergt die Kussnische

Deshalb beschloss der Mann, genau an diesem Platz eine Burg für ihre gemeinsame Zukunft zu bauen. Und man mag es glauben oder nicht: Beim Roden kam eine uralte Stele zutage, deren Inschrift das Glück der beiden und sogar den Bau einer Burg prophezeite.

Seitdem wird erzählt, dass Liebende, die sich in der Kuss-Nische der Burg küssen, für immer zusammen sein werden.

Der Elfenpfad in Traben-Trarbach

Es gibt viele Orte an der Mosel, die fast zu schön sind, um wahr zu sein. Doch auch den Elfenpfad gibt es wirklich. Der Einstieg liegt an der Moseltherme im verwunschenen Kautenbachtal. Von hier aus führt ein Pfad zum magischen Wildstein hinauf.

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Eine Figur auf dem Elfenpfad

Rechts und links des Weges sind 32 magischen Figuren zu sehen, denn natürliche Schieferhöhlen, Wurzeln und krumm gewachsene Bäume beflügeln die Fantasie. Verwandelte Tiere, aber auch Elfenwohnungen und der Oberon-Sitz machen diesen Ort zu einem idealen Ausflugsziel für Kinder

Orte der Ruhe 

Das ganze Moseltal ist überwältigend grün. Und unter all das Grün mischen sich die grünen Daumen und vielen Talente der Moselanerinnen und Moselaner.

Zum Beispiel verwandelten die Hatzenporter den Platz an ihrer alten Kirche St.Johannes in einen märchenhaften Kräutergarten.

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Der Kräutergarten in Hatzenport

Mit einem kleinen Wasserfall, der gemütlich eine Felswand hinunter plätschert. Nach dem Vorbild historischer Kloster- und Apothekergärten wurden die Gehwege in Kreuzform angelegt.

In den Beeten verströmen sich nun Salbei, Rosmarin und Kamille. Sogar vier der hierzulande nur noch seltenen Maulbeerbäume gibt es zu sehen. 

Die dicke Eiche in Altrich

In den Märchen der Brüder Grimm wimmelt es nur so von Bäumen: Sie wachsen bis in den Himmel hinein, erfüllen Wünsche – und in manchen ist sogar ein liebevolles Wesen verzaubert. Vielleicht ja auch in der dicke Eiche. Denn sie wirkt so geheimnisvoll und erhaben.

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Dicke Eiche in Altrich

Das Alter des lebendigen Wahrzeichens von Altrich wird mal auf mindestens 300, mal sogar auf 600 Jahre geschätzt. Unter ihrer Krone haben die Altricher Bürger eine Sitzgruppe angelegt, wo man sich ausruhen und eine Geschichte über Bäume ausdenken kann. 

Schloss Liebieg in Kobern-Gondorf

Wovon träumte wohl Dornröschen 100 Jahre lang? Vielleicht von diesem anmutigen Haus mit seinen Türmchen, Erkern und Balustraden. 

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Das Schloss Liebieg in Gondorf

Ursprünglich vor rund 800 als Burg an der Mosel errichtet, wurde es später von einem Koblenzer Kaufmann zu einem Schloss umgebaut. Weil die Tochter des Hauses den Industriellen Theodor von Liebieg ehelichte, bekam das Anwesen seinen heutigen Namen.

Inzwischen dient Schloss Liebig als Event-Location und Ausstellungsort. Besichtigen kann man es zwar nicht. Doch durch den märchenhafte Park mit Kapelle, Magnolien und Rhododendron darf jeder spazieren. ⇒weiterlesen.

Das Spitzhäuschen in Bernkastel

Wer auf den Spuren der Gebrüder Grimm wandelt, kommt am Spitzhäuschen in Bernkastel nicht vorbei. Knusper, knusper, knäuschen, wer knuspert an meinem Häuschen?

Dieser Gedanke kommt einem beim Anblick dieses windschiefen Architektur-Wunders in den Sinn.

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Das Spitzhäuschen in Bernkastel

Obwohl es so aussieht als müsste es jeden Moment kippen, hält es der Schwerkraft seit über 600 Jahren stand. Das Spitzhäuschen gilt nicht nur als das betagteste Fachwerkhaus. Es ist auch eines der meist fotografierten Orte an der Mosel.

Umso schöner, dass man auch hineingehen kann. Darin ist auf zwei Etagen eine urige Weinstube untergebracht, alles ist klein und gemütlich. Fehlt nur noch, dass hey ho hey ho die 7 Zwerge heimkommen zu ihrem Schneewittchen.

 

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