Sehenswertes und Tipps: 11 Dinge, die man an der Mosel erleben sollte

Lust auf eine Gute-Laune-Tour? Zwischen Koblenz und Trier gibt es reichlich Sehenswertes und Erlebnisse fürs Herz und Auge. Wer seinen ersten Kurz-Trip oder Urlaub an der Mosel plant, sollte diese 11 Dinge auf dem Zettel haben.

Mosel. Fluss, Sehenswertes

Sehenswürdigkeit Nummer 1: Die Mosel

1 Die Mosel unter die Lupe nehmen

Natürlich gibt es reichlich Sehenswertes entlang der Mosel. Doch eines der optischen Glanzlichter ist der Fluss selbst, der sich von den Vogesen durch eine fabelhafte Landschaft bis nach Koblenz windet. Allein mit dem Auto entlang der vielen Kurven und Schleifen ins Blaue zu tuckern ist äußerst vergnüglich. 

Am besten rollt man gleich einmal die gesamte Strecke vom Deutschen Eck bis zur französischen Grenze ab. Um gut 200 Kilometer Moselromantik zu tanken. Was man da so alles an Sehenswürdigkeiten frei Auto geliefert bekommt! Mächtige Burgen, verschachtelte Dörfer und Weinberge mit Sonnenuhren im Überfluss. 

Zudem spannen sich einige bemerkenswerte Brücken über die Mosel. Biegt man in Cochem in Richtung Mörsdorf im Hunsrück ab, gelangt man sogar zu einem Meisterwerk, das man eher im Himalaya erwartet.

Und wer nicht selber steuern will, lässt sich im Ausflugsdampfer über die Mosel treiben. Entspannter geht’s nicht.

Alles über die Mosel»

Diese Brücken sind Meisterwerke über der Mosel»

 

2 Eine Burg besichtigen

Burg Eltz, Sehenswertes, Eifel

Die berühmte Burg Eltz

Über einen Mangel an Burgen kann die Mosel-Region gewiss nicht klagen. Gefühlt auf jedem Hügel thront so ein mittelalterliches Machtsymbol. Sei es die Burg Landshut in Bernkastel. Oder die rapunzelhafte Thurant in Alken. Vor allem die majestätische Burg Eltz, an der scheinbar kein Weg vorbeiführt.

Früher waren sie Regierungssitze oder repräsentative Wohnorte der Ritter, Adeligen und Reichen. Heute gehören sie zu den beliebtesten Sehenswürdigkeiten am Fluss.

An der Mosel gibt es wunderbare Kastelle und Schlösser zu entdecken – die allerdings längst nicht nur in vergangene Zeit entführen. Zum Beispiel punktet die Ruine der Grevenburg mit ihrer urgemütliche Schenke. Oder das Schloss Liebieg mit einem Park.

Eine andere Burg beherbergt in der Vitrine den Führerschein des zweiten Bundespräsidenten Heinrich Lübke. Und in einem der Prachtbauten kann man heute sogar knackiges Gemüse von den eigenen Feldern der Besitzerfamilie kaufen.

Burgen & Schlösser – Mosel-Guide für Auskenner»

 

3 Auf einen Aussichtsturm steigen

Prinzenkopfturm, Mosel, Pünderich, Kanonenbahn

Blick auf die Kanonenbahn

Ihre vielen Schleifen und Kurven haben die Mosel berühmt gemacht. Und aus der Vogelperspektive betrachtet, sind die wilden Windungen natürlich am schönsten. Wer gerne auf Aussichtstürme klettert, bitte schön:

Auf dem Prinzenkopf bei Pünderich bietet sich ein märklinhafter Traum-Blick auf die Kanonenbahn-Strecke. Doch der Prinzenkopfturm bietet nicht nur historische Eisenbahn-Architektur. Zudem dreht die Mosel an dieser Stelle eine beinahe 14 Kilometer lange Ehrenrunde. Das ist einzigartig in der Region.

Weitere Türme stehen bei Detzem oder auf dem Grainskopf in den Wehlener Wäldern. Doch sogar dort, wo die Mosel schon seit Jahrmillionen nicht mehr fließt, verschlägt einem die Aussicht über die Landschaft den Atem. Zum Beispiel am Aussichtspunkt an der Paulskirche in Lieser. Ein Geheimtipp! 

Hier gibt es diese Aussicht, von der alle sprechen»

 

4 Sehenswertes der Römer besuchen

Römergräber, Nehren, Sehenswertes

Die Römergräber in Nehren

Die Städte und die Straßen, die Gutshöfe und der Wein! Es waren die Römer, die Kultur an die Mosel brachten. Deshalb gehören zum Pflichtprogramm bei einer Tour durchs Tal zweifelsohne die Hinterlassenschaften der Antike.

Die wertvollsten Güter gehören zum Weltkulturerbe UNESCO. Zum Beispiel die weltberühmte Porta Nigra, das schwarze Tor. Aber nicht nur in Trier finden sich viele Plätze, an denen man römische Geschichte atmen kann. Sondern auch in Dörfern, Weinbergen und auf Hügeln am Fluss. Die Palette reicht von prächtigen Villen über Grabtempel und Kelteranlagen bis zu hin Bergheiligtümern.

Auch wer sich normalerweise nicht so für römische Bauwerke interessiert, wird an einigen dieser Orte seine Freude haben. Zu den Top-Adressen gehören die Römergräber in Nehren – mit einer Fernsicht wie gemalt. Und natürlich der göttliche  Martberg bei Pommern. Der Tafelberg wird auch abseits der Tempel gerne zur Einkehr genutzt. Denn hier gibt es eine nahezu magische Atmosphäre und Kuchen. Unbedingt hingehen.

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5 Einen Wanderweg beschreiten

Schloss Veldenz, Rittersturz

Aussicht auf Schloss Veldenz

An der Mosel gibt es so geniale Wanderwege, dass man unterwegs oft heulen könnte vor Freude. Und immer wieder kommen neue hinzu. Auch abseits des prominenten Moselsteigs bietet das Tal Pfade für jedermann und unterschiedlicher Schwierigkeitsgrade. Sogar für die Faulen. 

Ob nun stramm bergauf durch die Bernkasteler Schweiz. Oder im großen Bogen um Veldenz herum. Oder auf ein Rendezvous mit dem Apollofalter im Naturschutzgebiet Dortebachtal. Vielleicht auch nur eine lockere Tour mit Kinderwagen durch die Weinberge in Senhals.

Sehenswertes wie Burgen, Freilichtkunst oder seltene Schmetterlinge gibt’s auf diesen ausgewählten Wanderwegen inklusive. Auf einem davon wartet sogar ein Weinschrank zur Selbstbedienung mitten im Wald.

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6 Sehenswertes in Sachen Wein

Bernkastel, Vinothek, Gewölbekeller

Keller der Moselvinothek

Sehenswertes gibt es natürlich auch in Sachen Wein. Denn die Mosel glänzt nicht nur mit besten Lagen, sondern auch mit Architektur. Zum Beispiel mit reichverzierten Jugendstil-Villen, die vom Reichtum der Händler um die vorletzte Jahrhundertwende erzählen. Und seit einigen Jahren mit modernen Vinotheken, in denen freundliche Winzerinnen und Winzer zur Probe ihrer Rieslinge bitten.

Einige von ihnen hat das Deutsche Weininstitut prämiert. Zu den Vinotheken zählen das WeinKulturgut Longen-Schlöder, gestaltet vom Südtiroler Baumeister Matteo Thun. Und der Rebenhof in Ürzig, mitten im Weinberg. Auch das futuristische Bauwerk vom Klüsserather Weingut F.-J. Regnery wurde ausgezeichnet.

Wer sich nicht auf die Weine eines Winzer festlegen mag, ist mit der weltweit größte Vinothek für Moselriesling gut beraten. Denn im Gewölbekeller in Bernkastel-Kues kann man sage und schreibe über 100 Weine probieren.

 

7 Weinbergpfirsich essen oder trinken

Weinbergpfirsich, Torte

Weinbergpfirsich-Torte im Springiersbacher Hof. Foto: Gabriele Borchert

Der Weinbergpfirsich ist eine tief mit der Region verwurzelte Frucht, die man abseits der Mosel weder auf Märkten noch im Einzelhandel kaufen kann. Mit den Pfirsichen aus dem Supermarkt hat der Winzling wenig gemein. Auch nicht mit den Plattpfirsichen, wie manche behaupten. Er schmeckt weniger süß, dafür fruchtig-aromatisch und hat ein dunkel-violettes Fleisch 

Ob als Torte, Chutney oder Eis. Kaum ein Lokal oder Winzerbetrieb hat ihn nicht in irgendeiner Form auf der Karte. Wer sich in einer Straußwirtschaft niederlässt, sollte unbedingt nach Likör aus Weinbergpfirsichen fragen. Versprochen, es lohnt sich! 

8 In Märchenwelten eintauchen

Tor am Moselufer, Sehenswertes, romantische Orte

Dieses Tor führt ins Märchenreich.

Der Brite William Turner war da. Ebenso der französische Schriftsteller Victor Hugo. Und später kamen die Regisseure. Schon seit Jahrhunderten inspiriert die Mosel-Region Poeten, Geschichtenerzähler und Maler. Denn in allen Ecken verstecken sich romantische Plätze, um die sich alte Sagen ranken.

Da ist zum Beispiel die legendäre Kussnische in der Ehrenburg. Oder die Cochemer Winneburg mit ihrer schaurigen Legende. Aber auch dornröschenhafte Plätze wie aus dem Bilderbuch hat das Tal im Programm.

Zum Beispiel Kattenes mit seinem Tal der 13 Mühlen. Und schon mal die jahrhundertealte Eiche in Altrich besucht? Ebenso in Kobern-Gondorf und Ürzig tun sich grimmsche Märchenwelten auf. Aber man muss schon wissen, wo man sie findet. Diese kleinen Reise entführt Romantiker zu Orten fürs Herz und Auge:

Diese Orte entführen in Märchenwelten»

 

9 Auf einen Weinberg klettern

Erdener Kletterweg, Sehenswertes, Mosel

Im Erdener Kletterweg

Der gigantische Calmont zählt zu den landschaftlichen Wahrzeichen der Region. Immerhin trägt er den Titel „Der steilste Weinberg Europas”. Kein Wunder, dass sich auf dem Gipfel vor allem am Wochenende fast immer Besuchertrauben scharen. Auch im Hang ist ordentlich was los, denn er bietet Aussicht ohne Ende und nahezu alpines Wander-Vergnügen. 

Was jedoch viel weniger Menschen wissen: Auch andere Weinberge in der Region sind mit abenteuerlichen Klettersteigen durchzogen. Deshalb kann man die Natur in Collis-Steilpfad in Zell und auf dem Dollinger Kletterpfad in Hatzenport fast noch alleine genießen. Und dann ist da noch der Kletterweg im Erdener Treppchen. Diese Weinberge gehören zum Tafelsilber der Region.

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10 Die schönsten Dörfer durchstreifen

Ediger, Sehenswertes, Fachwerk

Die Touristen-Info in Ediger.

Alle wollen in die großen Städte? Von wegen. Orte wie Bernkastel-Kues und das winzige Beilstein platzen während der Saison fast aus allen Nähten. Nur wer sich früh morgens auf die Beine macht, kann die Gässchen noch ohne Touristenströme durchstreifen.

Blinkende Reklame und mit Autos verstopfte Straßen sind hier nicht finden. Dafür mittelalterliche Idylle, buckeliges Kopfsteinflaster und Fachwerk-Spektakel. Allerdings gibt es auch ruhigere Dörfer, an denen die Zeit ein kleines bisschen langsamer abzulaufen scheint.

Ediger-Eller zum Beispiel bietet Zuckerbäcker-Architektur vom Feinsten, ist aber weit weniger überlaufen. Sehenswertes gibt es ebenso in Alken. Der Winzer-Ort bei Koblenz punktet mit einer Burg sowie mit einer 1000 Jahre alten Kirche, die eine einzigartige Sehenswürdigkeit birgt. Aber Achtung, nicht erschrecken!

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11 Sehenswertes der Moselaner bestaunen

Christof Krieger, Mittelmosel-Museum

Christof Krieger am Flügel im Mittelmosel-Museum

Zwar beherbergen die großen Museen in Trier Kulturgüter von hohem Rang. Wertvolle Gemälde, zum Beispiel. Oder den weltweit größten Goldschatz der Römer und geheimnisvolle Ausgrabungsfunde der Kelten. Doch es wäre schade, die liebevollen Ausstellungen der Moselaner und Moselanerinnen zu verpassen.

Unglaublich, welche Sammelleidschaften man an so manch gut versteckten Orten besichtigen kann. Die einen horten Traktoren oder Kaffeemühlen, während sich der Nächste an Buddhas oder Edel-Autos erfreut. Ein Künstler in Traben-Trarbach meißelt fantasievolle Köpfe aus Sandstein heraus. Andere wiederum sanieren ehemals streng geheime Bunker oder bauen filigrane Krippen. 

In bemerkenswerten Museen und Gärten zeigen sie ihre Schätze. Unbedingt ansehen!

Museum gesucht? Guck mal, da staunste!

 

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