Moselorte zum Verlieben: 23 Dörfer und Städtchen

Mit engen Gässchen und Fachwerk haben die Moselorte schon viele um den Finger gewickelt. Doch in manchen  Dörfern und Städtchen gibt es noch mehr. Zum Beispiel rekordverdächtige Aussicht, mysteriöse Fabelwesen oder Maria Theresias Himmelbett.

Beilstein, Mosel, Gasse

Ein Gässchen in Beilstein

Moselorte bei Koblenz

Winningen – da ist die Moseltalbrücke oder der berühmte Riesling aus dem Winninger Uhlen. Auch einen Golfplatz im Hochformat gibt es hier. Aber vor allem ist Winningen für das älteste und mit 10 Tagen längste Weinfest an der Mosel bekannt.

Dabei immer präsent: Die Weinhex. Sowohl als Herkunftsbezeichnung des Winninger Weinbaugebiets oder als Figur auf dem Brunnen.

Mosel, Weinanbaugiet, Winninger Uhlen

Blick auf den Winninger Uhlen

Zwar entspringt die Weinhex der Fantasie, doch den berühmtesten Sohn des Dorfes gab es natürlich wirklich: August Horch baute 1900 sein erstes Automobil und gründete später die Firma Audi. Eine Ausstellung im örtlichen Museum erinnert an das Lebenswerk des Winninger Ehrenbürgers. Und an den Kunsttagen verwandelt sich das ganze Dorf in eine Galerie mit zeitgenössischer Kunst.

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Horch, Berggolf und der Ortsfunk»

Alken. Das ist einer der schnuckeligen Moselorte, die schon die Kelten und Römer schätzten. Überragt wird das Winzerdorf von der mächtigen Burg Thurant, der einzigen Doppelburg an der Mosel.

Burg Thurant, Moselorte, Alken

Die Burg Thurant über Alken.

Auch im Ortskern versteckt sich zwischen dem Fallerport, Fachwerkhäusern und der Wiltburg eine einzigartige Sehenswürdigkeit: Die fast 1000 Jahre alte Kirche St. Michael.

Mit einem jahrhundertealten Friedhof, dessen Grabsteine an Edgar Wallace-Krimis erinnern und einem Gebeinhaus in dem sich Totenköpfe und Knochen stapeln. So etwas bekommt man hierzulande generell nur noch selten zu sein. Und nirgendwo sonst an der Mosel.

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Alken, schöne Moselorte, Gebeinhaus

Aufgang zu St.Michael mit Gebeinhaus

Vier Burgen in Kobern-Gondorf

Auch Kobern-Gondorf kann sich über einen Mangel an Sehenswürdigkeiten nicht beklagen. Zum einen versammeln sich nirgendwo sonst an der Mosel gleich vier Schlösser und Burgen auf so engem Raum.

Und welches Dorf hat schon ein Schloss mit Durchgangsverkehr? Im Wortsinn. Denn weil das Gondorfer Schloss von der Leyen der Bundesstraße im Weg stand, brausen Autos und Busse nun mittendurch.

Schloss von der Leyen, Gondorf, Oberburg

Schloss von der Leyen in Gondorf

Zum anderen kann man sich hier auf die Suche nach dem mysteriösen Tatzelwurm begeben, einem Fabelwesen, halb Löwe, halb Lindwurm. Ob es ihn wirklich gibt? Da hilft nur nachsehen. Allerdings führt die Tatzelwurmhöhle über 10 Meter in den Berg hinein. Taschenlampe nicht vergessen!

Eine weitere Besonderheit ist die geheimnisvolle Matthias-Kapelle, mit ihrem orientalisch anmutendem Innenleben. Und nicht weit davon entfernt versteckt sich in den Sölliger Höfen die Villa Provence, wo Monika Moritz ihr charmantes Landhaus-Café betreibt.

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Kobern-Gondorf: Sehenswertes satt!»

Matthiaskapelle, Moselorte, Kobern-Gondorf

Die Matthias-Kapelle in Kobern-Gondorf

Moselorte: Klein aber oho

Sehnsucht nach einem Ort, an dem die Uhren scheinbar langsamer ticken? Dann ab nach Kattenes, wo sich im Hinterland das romantische Mühltal versteckt.
Um alle Mühlen zu sehen, muss man allerdings eine der steilsten Straßen von Rheinland-Pfalz erklimmen. Zwar klappert schon lange nichts mehr am rauschenden Bach, doch der Abstecher lohnt sich.

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Das romantische Tal der 13 Mühlen»
 

Beilstein, beliebte Moselorte, Winzerschänke

In der Winzerschänke kehrte Heinz Rühmann ein.

Nicht von ungefähr trägt Beilstein den Beinamen Mosel-Dornröschen. Deshalb wird das märchenhafte Gesamtkunstwerk aus Häuschen, verschachtelten Gassen und Stiegen täglich von unzähligen Touristen und Touristinnen geflutet. Doch die etwa 140 Bürger und Bürgerinnen der winzigen Gemeinde schultern die Besucherströme lässig.

Eingerahmt von der barocken Klosterkirche und der Burgruine Metternich, steht der Mosel-Ort als Gesamtensemble unter Denkmalschutz. Mittendrin: Das Café Klapperburg mit seiner riesigen Kaffeemühlen-Sammlung. Nicht verpassen: Die sozialhistorische Stadtführung mit Rainer Vitz.

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Touristenmagnet Cochem

Die Farben der Häuser, die Mosel, die Reichsburg. Cochem ist ein Postkartenstädtchen. Das fand schon der britische Maler William Turner, der zu den ersten Mosel-Touristen gehörte. Cochem wurde zu seinem Lieblingsmotiv – und zu dem wohl touristischsten aller Mosel-Orte,

Mosel, beliebte Moselorte, Cochem, Reichsburg

Der Fluss schlängelt sich an der Reichsburg in Cochem vorbei.

1839 malte der Künstler das Enderttor und die Alte Thorschenke, wo bereits seit dem Jahr 1332 Gäste bewirtet werden. Tatsächlich soll Napoleon dort übernachtet haben. Angeblich ließ die österreichische Monarchin Maria Theresia sogar ihr Himmelbett in der Herberge zurück.  

Den besten Blick auf die malerische Uferpromenade hat man vom gegenüberliegenden Stadtteil Cond. Dort findet man zudem im Wohngebiet den ehemals streng geheimen Bundesbankbunker. Heute sind die unterirdischen Gänge eine spannende Sehenswürdigkeit.

Und noch ein Tipp: Obwohl es in Cochem vor Touristen nur so wimmelt, kann man die Ruine der Winneburg meist ganz für sich alleine entdecken. Allerdings ist der Weg dorthin mächtig steil. Es gibt weder Busse, die dorthin fahren, noch Gastronomie, was die Abwesenheit der Besucherströme erklärt.

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Lobhudelei auf das Postkartenstädtchen» 

Moselorte am Calmont

Ediger-Eller bietet Zuckerbäcker-Architektur. Nirgendwo sonst an der Mosel findet man ein so umfangreiches Ensemble von ehemaligen Adelssitzen, Giebelfachwerk und Klosterhöfen. Und jeder einzelne davon ist herausgeputzt und vorbildlich restauriert.

Ediger, Sehenswertes, Fachwerk

Die Touristen-Info in Ediger.

Mittendrin piekst der glitzernde Kirchturm von St. Martin in den Himmel, den die Fachwelt als den am reichsten verzierten seiner Art in ganz Europa feiert.

In Sichtweite steigt der steilste Weinberg Europas empor. Tatsächlich sind die Hänge im Calmont steiler als der Anlauf der Oberstdorfer Skisprungchance. Deshalb ist die Tour durch den Klettersteig beinahe ein alpines Erlebnis.

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Wie vom Zuckerbäcker gebaut»

Calmont, Moselschleife

Blick vom Calmont

In der Nachbarschaft punktet Bremm mit der wohl bekanntesten Moselschleife, die man sich am besten vom Calmont-Gipfel angucken kann. Auf der umflossenen Landzunge unten im Tal ragen die Mauern der ehemaligen Kirche des Klosters Stuben hervor.

Auch der rote Weinbergpfirsich ist in der Gegend zu Haus. Der rosafarbene Frühlingsbote ist die moseltypische Köstlichkeit schlechthin, da er längst nicht überall wächst. Die Frucht dient als Zutat im Kuchen, als Chutney oder Gelee. Doch der Bestseller ist der Weinbergpfirsich-Likör.

Mosel, schwimmen, Klosterruine Stuben

Sandstrand vor der Klosterruine Stuben

Ein Geheimtipp ist immer noch der kleine Sandstrand an der Ruine, den man von Neef mit dem Auto oder Rad erreichen kann. In Neef sollte man dem Aussichtspunkt Eulenköpfchen einen Besuch abstatten.

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Neefer Petersberg, der Geheimtipp zum Wandern»

Moselorte mit berühmter Altstadt

Trier ist reich an Sehenswürdigkeiten und kulturellen Schätzen. Da ist zum Beispiel der Dom, die erste Bischofskirche im Land. Oder die weltberühmte Porta Nigra. Allein neun Weltkulturerbestätten bietet Deutschlands älteste Stadt.

Porta Nigra; Trier

Porta Nigra in Trier

Nirgendwo sonst kann man hierzulande so viel römische Geschichte atmen. Tipp: Der Kreuzgang zwischen Dom und Liebfrauenkirche ist ein Kleinod, das viele übersehen.

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Trier – das muss man wirklich sehen»

Prachtvolle Villen zeichnen Traben-Trarbach aus. Sie stammen aus der Zeit um 1900, als die Doppelstadt zu den wichtigsten Weinumschlagplätzen gehörte. Einzigartig ist die Sammlung von Jugendstil-Gebäuden, gestaltet vom Berliner Baumeister Bruno Möhring.

Traben-Trarbach, Jugendstil, Mosel

Jugendstilvilla in Traben.

Nirgendwo sonst am Fluss kann man ab Ende November in einen unterirdischen Weihnachtsmarkt steigen. Zudem punktet Traben-Trarbach mit einer wunderschönen Pilgerherberge und dem magischen Kautenbachtal. Der kleine Stadtteil Wolf präsentiert alte Fachwerkhäuser und eine Klosterruine.

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Traben-Trarbach: Sehenswertes & Geheimtipps»

Starkenburg, Mosel, Ruine

Die Ruine der Starkenburg

Wer die Gegend von oben sehen will, fährt über die Serpentinenstraße vom Ortseil Trarbach ins schnuckelige Bergdorf Starkenburg. Von der namensgebenden Burg ist fast nichts mehr übrig geblieben. Aber die Aussicht ist grandios. Sogar ein musikalisches Stück Welterbe gibt es bewundern.

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Hast du Töne?»

In Bernkastel-Kues schlägt das Herz der Mittelmosel. Während der Saison steuern Reisebusse aus aller Herren Länder und Schiffe das Bilderbuchstädtchen an. Das Sahnestückchen der Altstadt ist der bildhübsche Marktplatz mit seinen Cafés. Und neben der Burg Landshut auf dem Berg hat der Touristenmagnet mit dem Bernkasteler Doctor die raresten Weine der Mosel zu bieten.

Spitzhäuschen, Bernkastel,Moselorte

Steht sicher: Das Spitzhäuschen am Marktplatz.

Als ob das nicht genug wäre, hat Bernkastel-Kues auch noch einen kleinen Wasserfall, das Auto-Museum Zylinderhaus und das Geburtshaus des berühmte Philosophen Cusanus. Und eine Wanderung durch die Bernkasteler Schweiz ist auch ohne Seilbahn ein Erlebnis. Zum

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Wohin in Bernkastel-Kues?»

Moselorte mit ungewöhnlichen Festen

Bislang zweimal feierte Reil ein Fledermausfestival. Denn der Dachstuhl der katholischen Kirche beherbergt rund 4000 Große Mausohren und die sind sehr selten.

Bekannt ist der Ort vor allem das jährliche Moto Cross-Rennen im Ortsteil Heißer Stein. Und vom Aussichtspunkt Reiler Hals hat man einen 1a-Blick auf ein einzigartiges Stück Eisenbahnarchitektur: Das Pündericher Hangviadukt auf der Kanonenbahnstrecke.

Aussicht auf Kanonenbahn, Reiler Hals

Aussicht vom Reiler Hals

In Brauneberg wird im August die längste Nussbaumallee der Mosel zum Schauplatz des Wein- und Straßenfestes.

Der Moselort Klüsserath hat sich neben dem Wein auf Krippen spezialisiert. Denn in einem restaurierten Winzerhaus hat der Verein Klüsserather Krippenfreunde ein bemerkenswertes Museum mit über 90 Krippen eingerichtet. Ebenfalls sehenswert in der Nachbarschaft: Die runde Vinothek von Andrea und Peter Regnery. Und einmal im Jahr rufen die Klüsselrather Moselflitzer zum Seifenkistenrennen.

Piesport ist einer der Moselorte, über dem die kulinarischen Sterne leuchten. Denn hier kocht Thomas Schanz in seinem vom Michelin schon dreifach ausgezeichneten Restaurant.

Piesport, Mosel, Aussicht

Aussicht auf Piesport.

Doch schon die Römer haben es sich in Piesport gut gehen lassen. Denn an der Steillage Piesporter Goldtröpfchen wurde die größte römische Kelteranlage nördlich der Alpen gefunden. Immer Anfang Oktober werden beim Kelterfest mit viel Trara wieder wie früher die Trauben mit Füßen gepresst. Doch zuvor, etwa Mitte August, gastiert in Piesport das wilde Pferdefestival.

Moselorte bei Bernkastel-Kues

Reichverzierte Fachwerkhäuser und die Spitzenlage Ürziger Würzgarten zeichnen Ürzig aus. Einmal im Jahr trifft sich hier zum Weinfest die große Harley-Gemeinde. Im Mönchhof, einem Winzerhof mit auffälliger Fassade, spielte die Fernsehserie Moselbrück – zwischen 1987 und 1993 an der Mosel ein Straßenfeger.

Ürzig, schöne Moselorte, Moselbrück

Blick auf Ürzig mit Hinweis auf Moselbrück.

Tolle Aussichtspunkte liegen unmittelbar an der Straße, die über die Ürziger Höhe führt. Tipp zum Einkehren auf ein Glas Wein: Besonders schön gelegen ist der Rebenhof von Doris und Johannes Schmitz am Ortseingang.

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Die letzten Geheimnisse von Ürzig»

Zeltingen-Rachtig punktet mit der Weinlage Zeltinger Himmelreich und einem herausgeputzten Marktplatz, der alle zwei Jahre als Kulisse für die Moseloperette dient. Dafür steht die halbe Gemeinde als Laienschauspieler auf der Bühne. 

In Wehlen spannt sich die einzige Hängebrücke im Tal über die Mosel. Von der Wehlener Sonnenuhr hat fast jeder schon gehört, denn die Rieslinglage ist weltberühmt. Doch wissen Sie auch, warum die 7 auf dem Zifferblatt fehlt?

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Sonnenuhren ticken richtig – und dennoch gehen sie falsch»

Schloss Veldenz, Mosel, Burg

Schloss Veldenz

Thalveldenz ist magisch. Denn der kleine Ortsteil von Veldenz liegt in einem verwunschenen Tal, das von der Mosel vor Urzeiten geschaffen wurde. Weil Veldenz einst eine Grafschaft war, gibt es auch ein Schloss. Zwar ist der ehemaligen Stammsitz der Grafen in Privatbesitz, darf aber besichtigt werden.

Zudem führt ein beliebter Rundwanderweg um die Ruine von Schloss Veldenz auf dem Bergsporn herum. Unten dem Schatten liegt Thalveldenz-Hammer, das genau aus vier Häusern besteht. Eines davon beherbergt ein feines Restaurant.

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