11 Cafés an der Mosel, die Sie kennen sollten

In Cochem dem Kaffeeröster über die Schulter sehen oder in Starkenburg Kuchen über den Wolken genießen. Diese 11 Cafés bieten mehr als nur eine Kaffeepause. In einem davon sind schon die Toiletten eine Attraktion. 

Schöne Aussicht, Starkenburg, Cafés

Die „Schöne Aussicht“ in Starkenburg. Foto: Moselsteiglodge

Café mit großer Aussicht

Das neue Café und Weinhaus Schöne Aussicht hält, was es verspricht. Wer zur richtigen Zeit dort ist, kann seinen Kaffee sogar über den Wolken genießen. Die Aussicht über das nebelverhüllte Tal ist einzigartig. Lichtet sich der Schleier, schweift der Blick über die Häuserdächer von Traben-Trarbach bis nach Enkirch.

Cafés, Schöne Aussicht, Anja, David

Anja und David im Café

Mit ihrer Moselsteiglodge, zu der das Café gehört, haben Anja und David ein Refugium für Schöngeister und Ruhesuchende 250 Meter über dem Fluss geschaffen. So hip die Einrichtung des Cafés in Starkenburg zu sein scheint, so wenig überkandidelt und herzlich ist die Atmosphäre. Auf der Speisekarte stehen neben Waffeln, hausgemachten Kuchen und Eis auch deftige Leckereien. Dass es freitags ab 18 Uhr Winzerfladen aus dem Steinofen gibt, hat sich längst herumgesprochen. Samstags und sonntags wird Frühstück aufgetischt. 

Cafés, Schöne Aussicht, Starkenburg

Die Schöne Aussicht mit ihrer schönen Aussicht. Foto: Moselsteiglodge

Kaffeegenuss in Cochem

Im Haus „Am Markt 6” dreht sich alles um das braune Gold. Oh, wie das duftet! Die Kaffeerösterei im Herzen von Cochem ist zwar klein, aber fein. Denn umso größer ist die Kaffeespezialitäten-Auswahl.

Wer mag, guckt dabei zu, wie der Röster das Beste aus den Bohnen kitzelt. Dazu gibt’s im hauseigenen Café eine feine Auswahl an Törtchen, Gebäck und Muffins. Und das alles mit Blick auf den schönen, historischen Marktplatz, wo es vor Touristen nur so wimmelt.

Kaffee und Kuchen in Traben-Trarbach

Alte Ratsschänke, Traben

Die Alte Ratsschänke in Traben.

Verspieltes Interieur, ein charmantes Gastgeberpaar und kunstvoll bemalte Toiletten. So kann man das Kaffeehaus Alte Ratsschänke in Traben-Trarbach in Kurzform beschreiben. Mit viel Liebe zum Detail und antikem Mobiliar hat das Schweizer Ehepaar Elisabeth Känzig und Werner Schlup in dem fast 350 Jahre alten Fachwerkhaus in der Kirchstraße ein Café eingerichtet.

Auf der Speisekarte stehen zartschmelzender Schaumkuchen, den man nirgendwo sonst bekommt, genauso wie magenfüllende Hauptgerichte – alles selbst gemacht. Eine weitere Spezialität ist das Schweizer Käse Fondue. Denn wer hat es erfunden? Die Schweizer.

Cafés, Alte Ratsschänke, Traben, Inhaber

Elisabeth Känzig und Werner Schlup

Tipp: Wer dort ist, sollte unbedingt einen Blick ins stille Örtchen werfen.

Cafés mit Jugendstil-Flair

In der Nachbarschaft sticht das Romantik-Hotel Bellevue mit feinstem Jugendstil heraus – von innen wie von außen. Denn das Gebäude wurde 1903 nach den Plänen des Berliner Architekten Bruno Möhring als Gesamtkunstwerk errichtet. Er beherrschte den neuen Stil wie kaum ein Zweiter. 

In Buntglasfenstern bricht das Licht, florale Muster zieren die Wände, verschnörkelte Uhren verkünden die Zeit – in diesem Haus ist alles noch „Belle Époque”. Schon beim Betreten fühlt man sich in das großbürgerliche Ambiente eines Thomas Mann-Romans versetzt. Herrschaftlicher als auf der Terrasse mit exklusivem Moselblick kann man Kaffee und Kuchen kaum genießen.

Mit Jugendstil-Flair verzaubert auch ein architektonischen Schmuckstück am Moselufer in Reil. Denn Horst und Roland Ballé eröffneten in einem ehemaligen Hotel ihr Café Ballé mit eigener Konditorei und Bistrotküche im französischen Stil. Auf der Karte stehen Törtchen und Kuchen, aber auch deftige Snacks wie Quiche oder Rote-Bete-Burger. Hinzu kommen regionale und französische Weine. Serviert wird Wintergarten mit Moselblick oder im gediegenen Salon. So lässt es sich leben.

Cafés in Bernkastel-Kues

Cafés, Bernkastel-Kues, Hansen

Das Café Hansen

Wenn die Altstadt in Bernkastel-Kues überquillt, bietet das Café Hansen einen geräumigen Zufluchtsort für alle, die eine Verschnaufpause beim Stadtrundgang brauchen. Schon seit über 100 Jahren überzeugt die Familie Hansen aus am Marktplatz mit Konfiserie und feinster Konditoren-Kunst.

Schon das rosafarbenen Gründerzeithaus ist ein Augenschmaus. Hinzu kommen Spezialitäten wie die Cusanus-Kugel, die sich im Tütchen verpackt gut als Mitbringsel von der Mosel machen. Denn zu Ehren des berühmtesten Sohns von Bernkastel-Kues kreierte Norbert Hansen diese Praline, die dem Globusspiel Nikolaus von Kues nachempfunden ist. Was es mit der Delle in der Kugel auf sich hat, lässt man sich am besten im Cusanus Geburtshaus erklären.

Treffpunkt Café K

Café K, Bernkastel, Apfeltorte

Apfeltorte mit Krokant

Am gegenüberliegenden Nikolausufer treffen sich Einheimische und Gäste in der Villa Junk. Schon zweimal hat Inhaber Kornelius Widera den Standort gewechselt und die ganze Karawane ist mitgezogen. Denn sein Café K ist eine Institution in Bernkastel-Kues.

Morgens trudeln die Ersten zum Frühstücken ein, am Nachmittag beginnt der Run auf die hausgebackenen Kuchen und Torten. Ein Bestseller ist schon seit Jahren der Walnuss-Bienenstich, gebacken nach einem Geheim-Rezept von der Mutter des Chefs. Die Reservierung ist unbedingt anzuraten.

Cafés mit Kuchen und Eis

Gute Qualität spricht sich herum. Das gilt auch für das Eiscafé Venezia, die wohl beliebteste Adresse für Spaghetti-Eis und Co. in Bernkastel-Kues. Scheint die Sonne bilden sich lange Schlangen vor dem Lokal in der Cusanusstraße.

Der Hotspot für Eis in Kröv ist Marcello`s Eiseck in der Robert Schumanstraße. Die Auswahl reicht vom klassischen Spaghetti-Eis bis zum, nun ja, Nacktarschteller.

Mit ausgefallen Eis-Kreationen wie Schwarzem Sesameis mit Single Malt Whiskey oder Bitburger mit Aperol hat sich Die Eismanufaktur in der Villa des Hotel Moselschlösschens in Traben-Trarbach einen Namen gemacht. Zum Eiscafé gehört eine Pâtisserie, in der die herrlichsten Törtchen entstehen.

Landcafé in Kobern-Gondorf

Cafés, Mosel, Villa Provence

Monika Moritz im Garten der Villa Provence.

Fernab vom Trubel am Fluss, versteckt sich in den Solliger Höfen hoch über Kobern-Gondorf ein echter Landcafé-Traum. Denn hinter den verschwiegenen Mauern der Villa Provence eröffnet sich einen kleines Paradies voller Blumen, Figürchen und Brunnen.

Samstags und sonntags lädt Inhaberin Monika Moritz zum Frühstück oder zum Kaffeeklatsch, aber nur auf Bestellung. Wer nicht mehr weg will, quartiert sich für ein paar Tage in einem der liebevoll ausgestatteten Zimmern ein. Und zum Mitnehmen gibt’s im angeschlossenen Lädchen ausgefallene Dekoartikel.

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