Magische Mosel! Diese 14 Orte verzaubern

An der Mosel gibt es magische Orte zu entdecken. Verborgene Naturspektakel, Bauwerke mit mystischer Ausstrahlungskraft und Plätze, um die sich Geheimnisse ranken. Diese 14 Ausflugsziele beflügeln die Fantasie.

Römergrab, Nehren, Mosel

Die Grabtempel in Nehren

01 Magische Römergräber in Nehren

Die Porta, die Kaiserthermen, die Konstantin-Basilika – für Römer-Fans sind die imposanten Bauwerke magische Orte. Doch auch abseits von Trier hat das Moseltal attraktive Römerbauten zu bieten. Im kleinen Nehren finden Ausflügler einen antiken Platz mit ganz besonderer Ausstrahlungskraft: Wer über die Bundesstraße fährt und gut aufpasst, kann ganz oben im Weinberg zwei ungewöhnliche Gebäude entdecken.

Dort ließ sich im dritten Jahrhundert ein römischer Weingutsbesitzer mit seiner Familie begraben. Zwar haben fleißige Helfer die beiden Tempelchen rekonstruiert, doch die Malereien in der Grabkammer blieben bis heute erhalten. Wer hinfährt wird verstehen, warum Gräber in so exklusiver Panorama-Lage ein Statussymbol waren. Man wünscht sich spontan, über diese Landschaft dichten zu können. 

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02 Mythischer Wildstein in Trarbach

Wildstein, Kautenbachtal, magische Orte

Der Wildstein im Wald über dem Kautenbachtal.

Eine Anhäufung von tonnenschweren Steinen, scheinbar geschickt gestapelt zu einem sechs Meter hohen Turm. Tatsächlich sieht es so aus als hätte jemand die 18 Felsbrocken mit Absicht so arrangiert. Aber dieser Steinturm steht auf einer Bergkuppe mitten im Wald über dem Kautenbachtal, einem Seitental in Trarben-Trarbach.

Der Aufstieg über den Elfenpfad bis hinauf zum Wildstein ist alles andere als ein Spaziergang. Umso mehr fragt man sich unterwegs, wer diese Findlinge dort hinaufgeschleppt haben könnte. Oder ist dieses Arrangement nur das Ergebnis einer Laune der Natur?

Der Wildstein ist mehr als ein Wanderziel. Es ist ein magischer Ort, der Forschern noch immer Rätsel aufgibt und über den Mystisches gemunkelt wird. Schon seit über 300 Jahren versuchen Menschen auf den Ursprung der Formation eine Antwort zu finden. Dabei reichen die Spekulationen vom Grabmal eines vorzeitlichen Herrschers bis hin zu einer Opferstätte der Kelten. Aber bis heute bewahren die Steine ihr Geheimnis.

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03 Magische Matthiaskapelle

Matthiaskapelle, Kobern-Gondorf, magische Orte

Die Matthias-Kapelle in Kobern-Gondorf

Man muss nicht gläubig sein, um diese Kapelle im orientalischen Stil als inspirierenden Ort zu empfinden. Auf Gotteshäuser dieser Art trifft man  normalerweise in Portugal oder Spanien. Doch die Matthiaskapelle überdauert hoch über Kobern-Gondorf die Zeit. Man sagt, die magische Kapelle wäre um 1220/30 als Aufbewahrungsort für eine Reliquie errichtet worden. Denn ein Heinrich II. von Isenburg-Kobern habe das Haupt des Apostels Matthias von einem Kreuzzug mitgebracht. 

Zwar ruht die Reliquie schon lange in der Benediktinerabtei St. Matthias in Trier. Doch wegen der einzigartigen Architektur bleibt der Besuch dieses Gotteshauses bis heute ein Erlebnis.

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04 Seltene Schönheit im Dortebachtal

Mosel, Dortebachtal

Eine Treppe im Dortebachtal

Eben noch stand man auf der Bundesstraße, dann findet man sich in einem Dschungel wieder. So fühlt es sich an, wenn man durch die Bahnunterführung an der Bundesstraße 49 nahe Klotten läuft. Dahinter führt ein steiler Pfad über Brückchen und moosüberzogene Steintreppen ins Grüne, immer entlang an einem Bach.

Dieses magische Seitental wartet mit einer ganz eigenen, magischen Stimmung auf. Und mit ungewöhnlichen Pflanzen und Tieren, die das mediterrane Klima schätzen. Zum Beispiel flattert hier der seltene Apollofalter herum. Und im Winter wächst ein kleiner Wasserfall zu einer imposanten Eiswand heran.

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05 Auf dem Martberg bei den Göttern

Martberg, Römer, magische Orte

Einst Kultplatz, heute archäologischer Park. Der Martberg.

Das Moseltal ist reich an Sehenswürdigkeiten. Weinberge, Burgen, Schlösser. Sogar einen Tafelberg gibt es hier. Das ist Hügel mit einem windigen Plateau als Gipfel. Bei Pommern steht auch noch ein antiker Tempel obendrauf.

Zwar gab es auf einigen Bergkuppen an der Mosel Tempelbauten. Aber keines der Heiligtümer reichte an die Anziehungskraft der Anlage auf dem Martberg heran. Auf dem Plateau zwischen Pommern und Karden erbauten die Treverer, ein keltischer Stamm, um 100 v. Chr. eine Siedlung. Als die Römer kamen, wurde daraus ein Tempelbezirk. Über viele Jahrhunderte hinweg pilgerten die Gläubigen auf den Berg, um ihren Gott Mars mit Opfergaben gewogen zu stimmen.

Heute wird der kleine archäologische Park mit Café auch von Wanderern gerne zur Einkehr genutzt. Kein Wunder, denn auf dem Tafelberg herrscht noch immer eine magische Atmosphäre.

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06 Kloster Stuben mit Mini-Strand

Mosel, Klosterruine Stuben

Die Klosterruine Stuben

Am Calmont zwischen Ediger-Eller und Bremm zieht die Mosel ihre wohl bekannteste Schleife. Dabei dreht sie sich fast auf der Stelle um 180 Grad. Und mittendrin steht auf einer Halbinsel das schon von weitem sichtbare Gemäuer. Man erreicht es über einen Wirtschaftsweg ab Neef.

Zwar blieben nur drei Außenwände erhalten. Doch die Ruine der Klosterkirche Stuben aus dem 12. Jahrhundert macht immer noch etwas her. An Sommerabenden gastiert das Mosel Musikfestival in dem charmanten Gemäuer. Und tagsüber stechen von dort sogar kleine Boote in See. Denn unmittelbar davor liegt ein Sandstrand an der Mosel, ein kleines Paradies.

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Klosterruine Stuben: Fotospot Nr. 1 an der Mosel?»

07 Marienburg mit 2000 Jahren Geschichte

Mosel, magische Orte, Marienburg

Blick auf die Marienburg und die Doppelstockbrücke in Bullay.

Schon seit Urzeiten hat dieser magische Platz die Menschen angezogen. Deshalb gibt es heute auf wenigen Quadratkilometern so viel zu sehen: Da ist zum Beispiel Bullay, das Tor zur Mittelmosel, mit Deutschlands erster Doppelstockbrücke. Oder der Prinzenkopfturm mit dem besten Blick über die 14 Kilometer lange Moselschleife Zeller Hamm.

Und ganz in Nähe der Holz-Stahl-Konstruktion thront die Marienburg über den Reben. Im Mittelalter stand an dieser Stelle ein Kloster. Und wer sich bewusst macht, dass auf jenem Bergrücken bereits die Kelten eine Kultstätte bauten und die Römer danach eine Festung, der fühlt nahezu, wie die Geschichte dort atmet.

08 Magische Ruine Wolfer Kloster

Wolf, Klosterruine, magische Orte

Die Klosterruine in Wolf.

Der felsige Weg, die knorrigen Bäume. Aus fast 800 Jahren Vergangenheit ragt die Ruine in unsere Zeit. Das Gemäuer auf dem Göckelsberg war einst eine der ältesten Pfarrkirchen im Tal, geführt von der Ordensgemeinschaft  „Unserer lieben Frau”. Heute spricht allerdings kaum noch jemand von der Liebfrauenkirche. Denn berühmt wurde sie wegen der nachfolgenden Bewohner.

Gut achtzig Jahre lang – von 1478 bis 1560 – wirkten hier die „Brüder vom gemeinsamen Leben”, eine vorreformatorische Erneuerungsbewegung. Wegen ihrer Hüte wurde die Männer auch Kogelherren genannt. Obwohl sie keine Mönche waren, heißt das Bauwerk im Volksmund Wolfer Kloster. Von der Kirche ist wenig übrig geblieben. Doch allein der schöne Schieferweg und die Lage über dem Fluss, lohnen den Besuch.

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Wolfer Kloster – zu Unrecht oft übersehen»

09 Wo in Bernkastel Wasser von Felsen stürzt

Wasser läuft den Felsen hinab

Der Wasserfall im Tiefenbachtal

Natürlich sind es nicht die Niagarafälle. Dennoch verweilen viele Wanderer staunend an diesem bezaubernden Fleckchen Erde. In einer wildromantischen Schlucht stürzt der Tiefenbach aus vier Metern Höhe die Felswand herab und fließt aufgeregt weiter durch einen Wald voller Farne.  

Das kleinen Naturspektakel findet statt in Bernkastel, unmittelbar unterhalb der Straße, die zur Burg Landshut führt. Dort erhebt sich steil über dem Wasserfall auf einem Felszacken die trutzige Maria-Hilf-Kapelle, auch Tinkeler Heiligenhäuschen genannt.

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10 Logenplatz an der Paulskirche

Paulskirche, Lieser,Mosel

Die Paulskirche bei Lieser

Hier liegt Magie in der Luft! Die kleine Paulskirche steht abgelegen in den Weinbergen bei Lieser und zieht Besucher mit ihrer Ausstrahlung in den Bann. Früher haben sich dort Menschen bei Gewittern mitsamt Kühen untergestellt. Zuvor wohnten dort über 200 Jahre lang Eremiten.

Aber auch heute noch bekommt das magische Kleinod viel Besuch. Denn der Ausblick über das ehemalige Flussbett ist überwältigend schon. Und auch im Inneren der Kirche erwartet Ausflügler eine Überraschung.

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Weinfreunde steuern die Paulskirche an»

11 Versteckte Einsiedelei Bruder Heinrich

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Die Einsiedelei „Bruder Heinrich“.

Fast hinter jedem Gemäuer und jedem Weinberg am Ufer steckt eine Geschichte, die seit Hunderten von Jahren weiterzählt wird. Eine davon ist die Legende um Bruder Heinrich, ein hilfsbereiter, frommer Mann, der in einer kleinen Klause fernab von allem wohnte.

Heute ist seine Einsiedelei ein Ort der Kategorie „secret places”. Ein schönes Ausflugsziel für alle, die gerne dahin gehen, wo nicht viele andere hinkommen. Denn nur wenige kennen diesen verschwiegenen Platz in tiefster Waldeinsamkeit. Dabei ist der Weg dorthin gar nicht kompliziert – wenn man die Eremitage einmal auf der Karte gegenüber von Ediger-Eller identifiziert hat. Ein verwunschener Ort, den man dennoch meistens ganz für sich alleine hat.

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Hier lebte Bruder Heinrich in tiefer Waldeinsamkeit»

12 Bleidenberg in Oberfell

Burg Thurant, magische Orte, Bleidenberg, Mosel

Blick auf die Burg Thurant.

Von jeher machen sich Menschen auf, um spirituelle oder für sie heilige Orte zu besuchen. Der Bleidenberg bei Oberfell ist ein solcher Ort. Die Hauptattraktion ist die mittelalterliche Dreifaltigkeitskirche mit dem imposanten Dachstuhlgebälk.

Doch vor allem die Aussicht zieht Ausflügler magisch an. Denn das Plateau bietet den perfekten Blick auf die Burg Thurant. Wer frühmorgens zur Burg hinab schaut, während Nebelschwaden über die Mosel ziehen, meint die Gegenwart der Ritter noch heute zu spüren.

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Bleidenberg: Aussicht mit Burg und Waldelefant»

13 Magische Teufelsschlucht

Felsenweiher, Ernzen, Teufelsschlucht

Der Felsenweiher bei der Teufelsschlucht.

Es gibt Orte, denen wohnt ein ganz eigener Zauber inne. Plätze zum Staunen und Innehalten, die von Natur aus magisch sind oder es durch Menschenhand wurden. Auf den Felsenweiher trifft beides zu. Ein Pfarrer ließ das kleine Gewässer vor Jahrzehnten in die Landschaft bauen. Man findet es auf dem Ferschweiler Plateau.

In dieser Gegend, gelegen einige Kilometer entfernt von Trier, geht es an vielen Stellen wundersam zu. Vor allem die Teufelsschlucht zieht Menschen in Scharen magisch an. Es ist eine faszinierende Felstrümmerlandschaft. Man könnte meinen, man befände sich in einer verwunschen Parallelwelt, in der Riesen Felsbrocken durch die Luft geschleudert und extravagante Skulpturen aufgestellt haben. 

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Was den Felsenweiher so besonders macht»
Teufelsschlucht: Wandern im Zauberwald»

14 Magische Aussicht in Veldenz

Blick auf Schloss Veldenz und das Tal

Blick auf Thalveldenz

Am Rande eines der schönsten Seitentäler, das die Mosel einst geschaffen hat, liegt der herausgeputzte Ort Veldenz. Die ehemalige Grafschaft reicht bis in die Wälder der sich auftürmenden Hunsrückberge hinein. Ein Tal wie aus dem Gemälde, das man sich auf einem spektakulären Rundwanderweg erlaufen kann.

Auf einem Bergsporn thront die Ruine von Schloss Veldenz und ihr zu Füßen im verschwiegenen Tal liegt der winzige Ortsteil Veldenzer Hammer, der aus gerade mal vier Häusern besteht – eines davon sieht aus wie aus Grimms Hänsel und Gretel.

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An diesen Orten werden Märchen wahr»